30. September 2014
Interessanter Bericht im Guardian: ist die klassische Homepage tot?

Die Verlagsbranche hat es schon zig-mal gehört: Eine gute Onlinepräsenz ist für Printmedien heutzutage unverzichtbar. Ein nutzerfreundlicher und ansprechender Internetauftritt ist aber gar nicht so einfach – vor allem, wenn laut Guardian-Autor Jon Bernstein falsche Prioritäten gesetzt werden. In seinem Artikel will er zeigen, dass gerade die klassische Startseite einer Zeitungs-Website, auch Homepage genannt, nicht überbewertet werden sollte und welchen Bereichen der Seite stattdessen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.


Seiten mit einem journalistischen Angebot wie i100 oder Quartz verzichten bereits bei ihrer Internetseite auf die Homepage im konventionellen Sinn. Die Startseite entspricht also nicht wie beim Großteil aller Zeitungs-Websites im Aufbau und der Logik dem klassischen Titelblatt einer Druckausgabe, sondern reiht einfach nur Artikel aneinander. Doch zu welchem Zweck?

Es liegt an der Änderung des Konsumverhaltens: Nur etwa zwanzig Prozent der Besucher von Zeitungs-Websites sehen inzwischen die eigentliche Homepage des Internetangebots. Grund hierfür ist, dass Leser nicht mehr klassisch über den Browser direkt die URL eines medium eingeben, sondern vor allem über Social Media oder Suchmaschinen direkt zu den einzelnen Artikeln gelangen. Dadurch tritt die Startseite in den Hintergrund.

Entsprechend ist es für den Nutzer unter Umständen weniger wichtig, welche Themen auf der Homepage zu sehen sind. Damit bliebe aber auch die eigentliche Ambition der Journalisten fruchtlos, gleich auf der Startseite über das wichtigste Tagesgeschehen zu informieren.

Der Gedanke der Redakteure ist es also, im Großen und Ganzen den Aufbau des Printproduktes als Aufbau für den Onlineauftritt zu übernehmen und deshalb die Startseite ähnlich dem Titelblatt der Zeitung zu gestalten. Laut Jon Bernstein ist jedoch genau das der Fehler, da Leser im Netz nicht so linear und strukturiert vorgehen, wie sie dies beim Lesen einer Zeitung tun. Statt also den Fokus allein auf eine möglichst informative und ansprechende Homepage zu legen, muss vielmehr an die Qualität der Unterseiten mit den einzelnen Artikeln gedacht werden. Denn hier landet der Nutzer mit hoher Wahrscheinlichkeit zuerst und dann sind für ihn Aspekte wie ansprechende Gestaltung und Usability der Website unverzichtbar. Nur so kann er sich auf der Internetseite zurechtfinden und beispielsweise weitere Artikel auswählen.

Sprechen Sie mit uns

Noch Fragen?




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.


Kontakt | Impressum | Datenschutz

Unsere eigene Webseite www.peiq.de haben wir mit PEIQ PORTAL gebaut.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen