21. Oktober 2014
“Praxis bleibt hinter den Möglichkeiten zurück” – Laut Studie wird das Potenzial von digitalem Journalismus oft verkannt

Die Universität Hamburg, die Hochschule Macromedia und die TU Dortmund haben eine Studie veröffentlicht, die unter dem Titel “Digitaler Journalismus. Dynamik – Teilhabe – Technik” zu verstehen gibt, wie sich die journalistische Arbeit im heutigen digitalen Zeitalter verändert hat. Ein Schwerpunkt wurde dabei unter anderem auf die Partizipationsmöglichkeiten der Nutzer gelegt.

Aufgrund der heutigen Technologien können und wollen Leser vermehrt an journalistischen Inhalten teilhaben. Wie die Studie zeigt, haben sich journalistische Onlineangebote auch in diese Richtung weiterentwickelt und ermöglichen den Nutzern die Partizipation. Allerdings geschieht dies bis auf wenige Ausnahmen bisher meist in der Form von Nutzer-Feedback, da die journalistischen Webseiten andere Teilhabemöglichkeiten nicht zulassen. Leser können daher ihre Meinungen, Ideen und Kritikpunkte zu bestehenden Inhalten äußern, eigene Artikel produzieren ist dagegen weniger gängig.

Diesbezüglich verweist die Forschung auf die zurückhaltende Einstellung der Journalisten, die unter anderem als Hindernis für die Ausweitung der Teilhabemöglichkeiten angesehen werden können. Eine in die Studie integrierte Befragung verschiedener Redakteure und Blogger ergab, dass diese gegenüber der Qualität und Nützlichkeit usergenerierter Inhalte große Zweifel hegten. “Partizipation wird … eher als lästige Pflicht, denn als wahre Bereicherung des Journalismus gesehen.” Dabei können Leserreporter großes Potenzial entfalten, wenn man weiß, wie man mit ihnen umgeht. Beatrix Gutmann vom Lokalkompass weiß aus eigener Erfahrung, dass Bürgerreporter eine große Stütze für die Redaktion darstellen können. Eine gute Zusammenarbeit funktioniert jedoch nur, wenn man der Community auf Augenhöhe begegnet, denn “ohne Werschätzung hat man keine Chance”, so Gutmann.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass im digitalen Journalismus Redakteure und Leser voneinander profitieren können, wenn die gegenseitige Kommunikation und Interaktion stimmt. Journalisten hätten eine spannende Zukunft vor sich, in der aber ein Umdenken erforderlich und der Mut zum Ausprobieren gefragt sei. Auch bei Gogol Publishing glaubt man an die Chancen des digitalen Journalismus. Mit den richtigen Systemen und Werkzeugen und einem fundierten Erfahrungsschatz im Umgang mit Lesern lassen sich erfolgreiche Projekte realisieren.

Herausgeber der Studie ist die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (lfm).

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