29. August 2016
“Kümmere dich um deine Lokalen!” – Lokaljournalismus stärken

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Fünf Chefredakteure großer Lokalzeitungen übernehmen für eine Woche die Zeitung der kleinen Nordsee-Insel Föhr. meedia berichtet in einem Artikel über dieses interessante Projekt. Nach sieben Tagen lautet das Fazit der Redakteure: Zeitungen sollten sich mehr um ihre Lokaljournalisten kümmern. Doch wie kann dies funktionieren? Zum Beispiel, indem man seine Autoren stärker einbindet.

Die fünf Chefredakteure von der Rheinischen Post (RP), der SHZ, den Ruhr Nachrichten (RN), der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) und der Westfalenpost (WP) machten sich Ende Juli dieses Jahres auf, um für eine Woche den Insel-Boten von Föhr zu produzieren. Michael Bröcker, eigentlich Chefredakteur bei der RP, erklärt in einem Interview mit meedia, warum gerade der Insel-Bote ausgewählt wurde: „Die Redaktion, die wir übernehmen wollten, sollte möglichst klein sein. Zudem darf man nicht mehr wegkommen, damit uns auch wirklich kein Geschäftsführer zurückrufen kann. Deshalb eine Insel“.

Normalerweise erstellen nur zwei Redakteure den Insel-Boten. Die Chefredakteure haben in dieser Woche die Arbeit von Lokaljournalisten noch mehr zu schätzen gelernt. Bröcker dazu: „Föhr hat uns geerdet und gezeigt, wie wichtig Lokaljournalismus ist. Die wichtigste Botschaft für uns: kümmere Dich um Deine Lokalen“. Denn dort liege die Zukunft. Eigentlich müsste mehr Kraft in das Lokale gegeben werden, mehr Redakteure eingestellt werden. Damit auch die digitalen Bereiche befüllt werden könnten, müsste strategisch auch nur dort investiert werden, so der Redakteur.

Stärkere Einbindung von Autoren birgt viel Potenzial, richtige Werkzeuge erleichtern Redakteuren die Arbeit

Gerade im Lokaljournalismus ist man stark auf die Zusammenbarbeit mit freien Mitarbeitern, sogenannten Pauschalisten, angewiesen. Darin steckt noch viel Potenzial. Einfachere und effizientere Workflows sind zum Beispiel möglich, wenn Verlage freien Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre Artikel direkt in das Redaktionssystem des Verlags einzuspeisen. Besonders gut funktioniert das, wenn browserbasiert gearbeitet und von überall auf das System zugegriffen werden kann. Dies spart zudem Extrakosten für zusätzliche Lizenzen. Ideal ist es, wenn Workflows so aufgesetzt werden können, dass jeder Mitarbeiter genau die Aufgaben und Rechte im System hat, die er braucht.

Ein gutes Management von Autoren gibt freien Mitarbeitern beispielsweise die Möglichkeit ohne festen Arbeitsplatz in der Redaktion arbeiten zu können. So können sie von überall aus mit einem Standard-Rechner und -Browser arbeiten – mit klar definierten Aufträgen, die die Mitarbeiter einfach erhalten können und die auch einfach dokumentiert werden können. Redakteure wiederum sollten Aufträge für Inhalte einfach erstellen und koordinieren können, die Themenplanung am Desk systematisieren oder die Performance der Autoren einsehen können. Mit einem jeweils genau zugeschnittenen Arbeitsbereich mit ihren Aufträgen, ihren Artikeln und Entwürfen sowie speziellen Analyse-Dashboards zu der Reichweite ihrer Beiträge können Verlage ihre wertvollste Ressource erfolgreich managen und unterstützen.

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