30. März 2015
Reichweitenturbo externe Autoren: Wie die digitalen Marktführer erfolgreich neue Inhalte schaffen (lassen)

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Das Social Web macht’s möglich: Die Grenzen zwischen Inhalteproduzent und -konsument verschwimmen. Doch es gibt gewaltige Unterschiede: Vom Zulassen von Kommentaren über die Einbindung von Experten bis hin zu völlig offenen Systemen ist alles zu finden. Wir stellen drei Varianten vor.

1. Handverlesene Experten ergänzen die Redaktion.

In dem „geschlossensten“ Modell der Einbindung externer Autoren wird das redaktionelle Themenspektrum durch händisch ausgewählte Experten ergänzt. Gerade bekannte Experten in einem Themenfeld bereichern das Angebot nicht nur durch ihre Inhalte, sondern auch durch ihre Fanbasis: Durch die Fanpages des Autors in den sozialen Medien werden viele Leser direkt auf neue Artikel hingewiesen – auch wenn sie sonst das Angebot der Seite nicht regelmäßig konsumieren.

Experten ergänzen die Redaktion (Quelle: http://www.huffingtonpost.de/nico-lumma/)

Forbes lässt seit 2011 etwa 1.200 ausgewählte unabhängige Autoren auf seiner Webseite mitschreiben, darunter freie Journalisten, Branchenexperten, Buchautoren und Akademiker. Diese sogenannten „Contributors“ sind in ihrem Autorenprofil kenntlich gemacht. Jeder Autor kann innerhalb eines zugewiesenen Themenfelds Artikel direkt veröffentlichen. Seither konnte Forbes einen enormen Traffic-Zuwachs auf 63,5 Millionen Unique Users pro Monat verbuchen. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, die durch die starke Aufweitung der inhaltlichen Qualität und Quantität des Angebots die Marke geschwächt sehen.

Auf ein ähnliches Modell setzt die Huffington Post, die Prominente, Blogger und Experten als externe Autoren mit einbezieht. Restriktiver arbeitet BuzzFeed, das in seinem Newsbereich nur ausgewählte Beiträge von Community-Mitgliedern zulässt.

2. Jeder ist eingeladen, die Redaktion zu ergänzen.

Die Erweiterung der redaktionellen Themenbasis durch externe Autoren kann noch weitreichender umgesetzt werden, wenn sich die Autoren direkt auf der Plattform anmelden und Artikel veröffentlichen können. Dieses Modell funktioniert besonders gut in gewissen Nischen, wie dem Lokalen oder im Bereich Special Interest. Wo letztlich reale Communitys abgebildet sind und „man sich kennt“, wird Missbrauch eingegrenzt oder kann erst gar nicht entstehen. Das Vertrauen der Redaktion in die Autoren und die Begegnung auf Augenhöhe sind zentrale Erfolgsfaktoren.

Die Regionalmedien Austria AG (RMA) ist der mediale Nahversorger in Österreich. Rund 200 Redakteurinnen und Redakteure berichten aus ihren Bezirken. Zusätzlich schließt die stetig wachsende Online-Community der „Regionauten“ thematische Lücken mit lokalen Nischeninhalten.

Durch ihre Tätigkeit beispielsweise im Sportverein oder bei der Feuerwehr sind die Regionauten nah dran am Geschehen vor Ort. Das webbasierte und auch mobil nutzbare System macht es einfach, direkt vom Ort des Geschehens zu berichten.

Bei den Regionalmedien Austria werden die Inhalte der lokalen Redaktionen durch Beiträge von Leserreportern, Regionauten genannt, ergänzt. Diese erweitern das Themenspektrum der Redaktion um lokale Nischenthemen, wodurch eine sehr hohe lokale Themenabdeckung erreicht wird. Auch hier verteilen die Regionauten ihre Inhalte eigenständig in der Community – bei Vereinen, Schulen oder Freunden.

3. Es gibt keine Redaktion, jeder kann veröffentlichen.

Bei der offensten Form der Einbindung externer Autoren gibt es keine klassische Redaktion mehr. Inhalte werden nur von externen Autoren erstellt. Die Betreiber der Plattform beschränken sich auf das Management der Community und der Inhalte und das Betreiben der Plattform. In der Regel können sich Autoren ohne Prüfung anmelden und Inhalte veröffentlichen.

YouTube setzt auf ein komplett offenes System, bei dem jeder mitmachen kann. Eine Redaktion gibt es hier nicht, Inhalte werden ausschließlich von Nutzern generiert – ohne Einschränkungen: Man kann schlichtweg alles veröffentlichen. Das Modell zeigt nachhaltigen Erfolg: YouTube ist nach wie vor das meistgenutzte und bekannteste Videoportal weltweit mit mehr als 1 Milliarde Unique Visitors pro Monat. Auf YouTube werden monatlich mehr als sechs Milliarden Stunden Videomaterial angesehen – also fast eine Stunde pro Erdbewohner. Pro Minute werden von den Nutzern 100 Stunden Videomaterial hochgeladen.

Auch Medium setzt auf ein offenes Portal: Jeder kann sich auf dem Blog-Netzwerk anmelden und direkt Inhalte veröffentlichen.

Lesen Sie nächsten Freitag in Teil 4: Wie muss ein Publishing-System aufgebaut sein, um für optimale Reichweite zu sorgen?

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