8. August 2012
Verlage müssen das gesamte Potential der Wertschöpfung ausnutzen.


Interessanter Gastbeitrag von Prof. Dr. Anton Meyer auf Newsroom

Einen hochinteressanten Artikel hat Prof. Dr. Anton Meyer, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre und Vorstand des Instituts für Marketing an der Ludwig-Maximilian-Universität München, zum Thema „Verlage müssen das gesamte Potenzial der Wertschöpfung ausnutzen“ verfasst.

In seinem Gastbeitrag für NEWSROOM thematisiert er die zukünftige Entwicklung in der Printproduktion. Hierbei stellt er die These auf, dass Branchen- und Vertriebskanal sowie Produktgrenzen zunehmend verschwimmen. Wurden bislang Produkte nur produziert um konsumiert und somit durch den Endkunden „verbaucht“ zu werden, so ändert sich nun die Sicht auf diese Thematik. Der Verbraucher soll als ein Wertstiftender „Co-Creator“ und „Co-Prosumer“ gesehen werden.

Die Verlagsbranche sieht sich vor dem Problem der kontinuierlich sinkender Auflagen und fallenden Werbeeinnahmen, weswegen ein Umdenken in der Branche, weg von einer produktorientierten hin zu einer kunden- und beziehungsorientierten, sowie service-dominanten Sichtweise, statt finden muss. Dabei muss sich das Umdenken durch alle Glieder der Wertschöpfungskette ziehen.

„Nutzen entsteht in der Nutzung”

Hier ist das Ziel des wirtschaftlichen Handelns nicht mehr Produkte nur im Sinne der Profitmaximierung herzustellen und den Verbraucher als Wertverzehrer anzusehen, sonder den Kunden in den Wertschöpfungsprozess mit einzubeziehen um ein Nutzenerleben für diesen zu schaffen. Das Resultat ist ein stetiger Fluss von Erlebnissen, Interaktionen, Erfahrungen und Lösungen.

Als Konsequenz dieser neuen Logik muss sich die Denkweise von reinen Produktmerkmalen und Eigenschaften hin zu Lösungen, die jetzt nicht mehr in einer Wertschöpfungskette, sondern vielmehr kooperativ in einem Wertschöpfungsnetzwerk entstehen, ändern.

Zur Beurteilung der Unternehmensperformance müssen nun nicht nur klassische KPIs (Key Performance Indicators), sondern auch andere Indikatoren, unter andrem soziale Reichweite und Weiterempfehlungsrate, herangezogen werden.

„Strategisch erhöht sich damit die Komplexität”

Gleichzeitig eröffnen sich neue Perspektiven in vier Quadranten:

1. Relativer Kundennutzen

2. Organisationale Fähigkeiten und Kernkompetenzen

3. Kooperation und Coopetition im spezifischen Businessnetzwerk

4. von einander abhängige Märkte und Umfelder

Abschließend kann man sagen, dass Verlage sich zukünftig immer stärker an den Veränderungen im Verhalten der Verbraucher orientieren und ihre Strategie daran anpassen müssen. Nur so können sie weiterhin wettbewerbsfähig bleiben.

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